Druckschrift 
2 (1831)
Entstehung
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gehandhabt werden, die arme, verkaufte Seele, wo-hin cs ihm beliebt, und bevor sich'ä der gefesselteMensch noch bewußt wird, ist ihm das Mark jegli-cher Selbstständigkeit cntsogen; und in welcherleiBeziehung er cs einmal wieder wagen möchte, aufeigenen Füßen stehen und einen sclbstgcwahlten Wegbetreten zu wollen, ein freundlicher Blick, odereine mißbilligende Miene, oder eine kalte Begegnungvon Seiten der geliebten Person würde hinrcichen,die heiligsten Entschließungen im Keime wieder zuersticken, die besten Grnudsätze wieder mürbe undwankend zu machen, und die gewissesten Uebcrzeugun-gen wieder zn erschüttern und in den Grund zu boh-ren. Wie nun in solcher Weise Manche durch dieLiebe und zärtliche Zuneigung in die Fesseln einerschmachvollen Menscheuknechtschaft geschmiedet wer-den, so gerathen Andere in dieselbe höchst beklagens-wcrthc Selavcrei durch einen vergötternden Neftect,womit sic jeder geistigen Energie und Ucberlegenheithuldigen. Es sind charakterlose, schwache Gemüthcr,denen nur ein Mensch eutgegenzutreten braucht, dermit einigem Geist und Talent die Bestimmtheit undEutjchiedeuheit verbindet, die ihnen abgeht, und wieein willenloses Instrument sieht man sic jede belie-bige Stimmung anuehmen, jedem willkührlichen Ein-drücke weichen. Solch einer moralischen Virtuositäthaben sic keinen Widerstand entgegenznsetzcn, sie glau-ben das Herrliche, das sie darin verehren und an-staunen, in sich selber aufzunchmcn, wenn sie sich