Der König bcmerkt's. Wer beschreibt seine Bestür-zimg. Verlegen sieht er seine Gebieterin ein, undin einem Nu ist der ganze Man», wie durch einenZaubcrsprnch ein Anderer. Anders denkt er jetztüber die Vorgänge auf Earmel, anders fällt nunsein Urtheil aus über den Thiöbiter, und seine Spra-che, Gebehrde, Ton und Ausdruck, es ist mit einemMale Alles anders. Elias ein Gottesmann? EinGaukler ist er jetzt. Seine Thatcn Wunder? Hol,leiikünste sind sie. Die Erwürgung der Baalsprie-ster ein Triumph? Ein Frevel, der blusigsten Ver-geltung würdig. Isabel nrtheilt so, die geliebteHerrin, die Angebetete. Armer, gefangener Mann,wie dürftest du anders denken!
Ter König Ahab bietet uns das bejammerns-würdige Schauspiel eines Menschen dar, der, ob-wohl nicht ganz unempfänglich für die Stimme derWahrheit, nichtsdestoweniger in unseliger Knecht-schaft an das Reich der Lüge fcstgckcttct bleibt, undzwar festgekcttet mit den sogenannten Roscnbandender Zärtlichkeit und der Liebe. Sein Herz war inIsabels Händen, und ihre Liebe der Preis, wofürihm Alles feil war. An ihrem Verhalten gegen ihnhing das Glück seines Lebens. Er war der Spicl-ball ihrer Launen, und mit den Winken ihres Au-ges beherrschte sic in der unumschränktesten Weiseselbst das Gebiet seiner innersten Uebcrzengnngcn undAnsichten. Bildsam, wie ein Thon auf der Töpfer-scheibe, und jeder beliebigen Gestaltung fähig, war