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Erde in Schatten verhüllt; wenn sie nun die unzählbarglänzenden Wcltkörpcr, womit die nächtliche Bühne desHimmels geschmückt ist, den Mond in seinem Silberlicht,das bald zu- bald abnimmt, aller Himmelskörper Empor-kommen und Verschwinden, und endlich die in alle Ewig-keit fcstbcstimmten und unveränderlichen Bahnen derselbenüberschaut hätten, — sie würden, wenn sie dies Allessähen, wahrhaftig glauben, es gäbe Götter und dieseWunderwerke von den Göttern ableiten. So erzähltDiogenes Laertius: Anoragoras habe, als man ihngefragt, welcher Sache wegen er gcbohren worden, ge-antwortet: „um die Gestirne zu betrachten". Mit welchemEntzücken mag dieser große Geist die Pracht des Firma-ments betrachtet haben.
Nicht minder großartig erhabene Vorstellungen vonGott und seinen Werken treffen wir in der neuen undneuesten Zeit an. Ein Jsaak Newton spricht zu seinemGottc: „O! Ewiger, meine Bewunderung ist dein Preis,meine Rührung deine Anbetung, und wenn ich über dichnachdenke, beuge ich mich in den Staub. Wenn meinGeist deine Größe erforscht, erniedrigt er sich vor dir,fühlt seine Ohnmächtigkcit. Ich erliege unter deiner Ge-genwart. Ich lasse meine Einbildungskraft sich erheben,ich lasse sie das Universum ergründen, ich sinke mit ihr,ich durchstiege Welten und suche vergebens nach dem Mittel-punkte. O, wie setzten die großen Räder dieser Maschinedes Universums unsern Geist in Erstaunen! Wer hat diegroße Uhr aufgezogen, die den Bewohnern aller Welt-körper sichtbar ist? Durch sie allein erhält die Zeit ihr