Fortsetzung.
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ist, wenn gleich sie als ein loderndes Feuer erscheinen, weil sieParteien zu machen suchen, daß aber die Jndiffcrentisten (inRücksicht auf das Christenthum) in bedeutenderer Anzahl vor-handen sind, wenn auch nicht alle auf gleichem Standpunktestehen, der größere Theil nur einer rechten Leitung bedarf, umbald in die mittleren Schranken zurückgeführt werden zu kön-nen. Der Pastor Bonjour '.auf St. Jean, früher preu-ßischer und englischer Gefandtschaftsprcdiger zu Turin, erstseit einigen Wochen (ich war daselbst im August 1833) ein-gcführt, hatte bereits den rechten Weg zur Beseitigung dieser ^Spaltung in seiner Gemeinde eingeschlagcn. Dem lange unbe-friedigten religiösen Dedürfniß, das sich durch Privatversamm-lungen der Gemeinde schadlos zu halten suchte, bemühte ersich sogleich auf einem öffentlichen Wege Nahrung zu geben.
Er zeigte die Achtung vor diesem Bcdürfniß, indem er ihm ausfreien Stücken eine neue Gelegenheit der Befriedigung gab,und einen Nachmittagsgottesdienst cinrichtetc, den er dazu an-wendct, durch eine fortlaufend praktisch-paränctische Vibcler-klarung in Form des Gottesdienstes, ein richtiges Vcrständ-niß der Schrift zu eröffnen, um einerseits die nöthige Liebezum göttlichen Wort zu erwecken, andrerseits die irrthümlicheBetrachtungsweise ohne offene Polemik zu widerlegen. Ichhatte das Glück, gerade am Sonntage bei ihm zu sein, unddiesem neu eingerichteten Gottesdienste, den auch schon ein an-derer Prediger dieser Thaler eingcführt hat, bcizuwohnen. Derauch äußerlich angenehme Vortrag war ungebunden, populärund lebendig; die natürliche Erklärung begleitet von einigenpraktischen Anwendungen schloß mit einem kurzen Gebete, undGesang, mit dem die Vorlesung der Schrift eingelcitet war,endete den einstündigen Gottesdienst. Auch von einer andernSeite her ist dieser neue Prediger in eine schwierige Lage ver-wickelt worden. Denn zu St. Jean hält sich ein ordinirkerjunger Prediger auf, dem die Waldenser die Anstellung nichtzugcsianden, weil er die Kindertaufe zu vollziehen sich gewei-gert und einen Theil der Kirchendisciplin, wie sie unter denWaldensern ausgeübt wird, nicht anerkennen will. Es schienmir, als wenn die Art, wie man gegen diesen denkenden, und