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3 (1836) Physische Astronomie oder Gesetze der himmlischen Bewegungen : Beschreibung und Lehre vom Gebrauch der astronomischen Instrumente. Mit einem erklärenden Verzeichniss der vorzüglichsten astronomischen Kunstwörter
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Säculäre Storungen. 145

renzen der Störungen jene Massen mit der größten Präcisionabzuleiten.

Dadurch werden sie sich in den Stand gesetzt sehen, auf dieVeränderungen zurückzugehen, welche unser Planetensystem vorrielen Jahrtausenden erlitten har, so wie sie auch mit Sicherheitdiejenigen hestimmen werden, welche erst die Folge der künftigenZeiten heraufführen wird, so daß dann der Geometer durch dieHülfe seiner Analyse alle vergangenen und künftigen Phänomenedieses Systems gleichsam mit einein einzigen Blicke zu übersehenim Stande seyn wird.

§. 97. (Säculäre Störungen als Mittel zur Bestimmung derMassen.) Außer den Mitteln nämlich, die wir oben (Kap. III.)zur Bestimmung der Massen der Planeten angegeben haben, unddie sich nur auf die von Satelliten begleiteten Planeten beziehen,geben diese Störungen, welche die Planeten überhaupt von ein-ander erleiden, noch einen andern, und zwar oft sehr sicherenWeg, die Massen derselben zu bestimmen. Nach dem Gesetze derallgemeinen Schwere verhält sich die Anziehung jedes Körperswie seine Masse dividirt durch das Quadrat der Entfernung des-selben von dem angezogenen Körper. Wie mannigfaltig daherauch diese Attraction eines Planeten auf den anderen durch äußereUmstände modificirt werden mag, immer wird die eigentlicheGröße dieser Anziehung von der Masse des anziehenden Planetenabhängen, oder immer wird der analytische Ausdruck der Stö-rung, welche ein Planet auf den andern ausübt, die Masse deSstörenden Planeten als Factor enthalten. Wird nun in derZcitfolge die wahre Größe dieser Störung durch unmittelbareBeobachtung genau bestimmt, so wird man diesen numerischenAusdruck jenem analytischen Ausdrucke derselben gleich setzen, unddadurch eine sogenannte Gleichung erhalten, in welcher man dieMasse des störenden Planeten als die einzige unbekannte Größeanzusehen, und daher dieselbe durch Hülfe dieser Gleichung zu be-stimmen hat. Dieses Verfahren läßt sich, wie man sieht, nicht nurbei den säculäre», sondern auch bei den periodischen Störungender Planeten immer dort mit Nutzen anwenden, wo diese Stö-rungen selbst groß genug sind, um durch die Beobachtungen mitSchärfe aufgefaßt und von anderen unterschieden zu werden.