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Kabinetspredigt nach der andern von der Ge-rechtigkeit, der Keuschheit und dem jüngsten Ge-richte voller Spieße und Nagel sich müssen ge-fallen lassen. Ihr mögt wohl beten, meineFreunde, daß es euern Lehrern gegeben werde,besser ihrer Freiheit zu gebrauchen, die ihnenKraft ihres Amtes von Gott verliehen ist, undtreuer das Recht zu handhaben, das ihnen vonoben her übertragen ward, zu drohen, zu stra-fen, stark und frei zu reden, es scy zur rechtenZeit oder zur Unzeit; es sey in den Hütten oderin den Sälen der Angesehenen, Gewaltigen undEdcln. Wahrlich, es fehlt uns nicht an Waffennoch an Vollmachtsbriefcn. Wir haben einenHimmel zu verheißen, eine Hölle anzudrohen.Wir treten auf als die Botschafter an ChristiStatt, und als die Hanshaltcr über GottesGeheimnisse. Wir reden nicht aus dem Eigenen,sondern was Einer, der größer ist als Alle unsgicbt auszusprechen. Wir gehen einher, voneiner Wolke von Zeugen umgeben, als die Ge-sandten des Königs aller Könige, und habendas Recht, uns mit einem: »Im Namen Got-tes!« mit einem »So spricht der Herr!« denSündern anzukündigen. O Hoheit unseres Be-rufes! Heiligkeit unsrer Stellung! Daß sie unsdoch lebendiger durchdränge, und wir mehr Elias,