Druckschrift 
1 (1828)
Entstehung
Seite
111
Einzelbild herunterladen
 

Wo haben wir unfern Propheten heute?Wo wir ihn zuletzt verließen, oben im Lande,an der See, in dem einsamen, friedlichen Hütt-lcin dtc Wittwe von Zarpath. Er hat da gutausgehakten, nicht wahr? Ja, nicht Wochen,schon viele Monate hat er in dieser stillen Zu-rückgezogenheit zugebracht. Eine angenehmeZeit, ein vergnügtes Leben, hinfließend wie einBüchlein klar und hell, und ohne Strudel undWirbel. Ein Leben, getheilt zwischen Singenund Beten, zwischen gewürzten Gesprächenund liebenden Mitthcilnngen, zwischen Beschatt-ung des göttlichen Wortes und der Werke Got-tes in der Natur, und tagtäglich aufs Neuegekrönt mit Erweisungen der Freundlichkeit undLeutseligkeit Jchovah's. Nun bin ich aber ge-wiß, daß mancher unter uns solch' eines un-würksamen, ruhigen, blos empfangenden undgenießenden Lebens sich geschämt, daß er sichdaraus würde einen Vorwurf gemacht, und so-bald als möglich wieder den Schauplatz desArbeitcns und Wirkens würde ausgesucht haben.Elias war so arbcitssüchtig nicht. Er hatte denGlauben, als ob in des Menschen Arbeit undWürken irgend ein Werth liege, irgend eineverdienstliche und erwerbende Kraft, längst als