Druckschrift 
1 (1828)
Entstehung
Seite
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mich« und »Gott ist meine Stärke.« SoGott mich stärket, so bin ich etwas dnrch seineGnade, und empfinde eine Gotteskraft in mir,durch die ich was vermag, und fühle mich ge-wappnet und angcthan mit Much und Frendcn-geist in meiner Seele, und spotte der Wälleund der Mauern und ist mir Bahn undRaum gemacht, und fürchte nichts. So ichaber nichts bin, und finde nichts als Nichtig-keit und Schwachheit in meiner Seele, undZittern im Blick auf die Gefahr, die mich um-ringt, und auf die himmelhohen Berge vonSchwierigkeiten, die vor mir liegen, und doch,obs der Natur auch graut, ich gehe getrostdrauf zu, hoffend wider Vernunft, Gefühl undHoffnung an, im nackten Glauben an den ewigNahen, der mit mir ziehen will, und dem esein Geringes ist, mit einem Wörtlein die Wel-len im Meer zu schlagen, und Gebirge zu zer-dreschen, daß sie Ebnen werden, und wandledurch den Glauben auf den Wogen des natürli-chen Grauens, ohne Muth ein Held, in Schwach-heit stark, im Zagen tapfer;> dann kann ichrühmen: »Gott ist meine Stärke« und meineFüße sind gestellt auf eineu Felsen. Es istein Wunder um den Glauben, der die Allmachteinschließet, der Gott und einen Wurm zu ei-