ein rind dasselbe, meine Lieben, so ich sage:»Gott gicbt mir Frieden« und ein anderer be-kennt: »Gott ist mein Friede.« — Gicbt Gottmir Frieden, so legen sich die stolzen Wellenmeiner Seele, so vcrbraußt der Sturm und dieFeuerflammcn sind verlodcrt, und ein stillessanftes Sausen, wie von Horebs Gipfel durch-haucht mein Herz und die Gewürze triefen inmeinem Garten. Aber wcnns noch wetter-leuchtet am Himmel meiner Seele, und blitztund donnert hin und wieder, und das Gewissenist am Murren, das Fleisch im Aufruhr, dieGedanken am Verklagen, und die Feuerpfeiledes Bösewichts durchschwirrcn die erschrockucSeele; ich leide Trübsal, aber ich ängstigemich nicht, mir ist bange, aber ich verzagenicht, und über den Tumult hinaus gehoben imGlaubcnswagcn, umklammre ich die verklärtenWunden meines Herren, und rette mich in denGedanken, daß Er »Gott Amen« heiße, undBund und Treue halte in tausend Glied, undlege das arme, hartbcdrangte Schifflein meinesHerzens in der Bucht des Glaubens an die freieGnade, und bei den Felsen der unverbrüchlichenVerheißungen vor Anker — dann i st der Herrmein Friede. Eine gleiche Bewandniß hat cSnun auch mit den Ausdrücken: »Gott stärket
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