und Inhalt. — War es hicr eine köstlicheVerheißung und göttliche Zusage, so war esdort eine ernste Warnung, eine heilige Lebcns-regel, oder irgend ein anderes Memento, wasman in dem Namen, den man empfangen hatte,mit sich herum trug. Bald bezeichneten die Na-men im Volke Gottes den Charakter und dievorherrschende Gesinnung eines Menschen, wieder Name Abel, Nichtigkeit, Dcmuth, bald sei-nen göttlichen Beruf, wie der Name Noah,Tröster, bald des Menschen Loos auf Erden,wie Maria, Bitterkeit, bald versiegelte der Na-me eine Verheißung, die dem Menschen gewor-den war, wie der Name des Sohnes Thara. —Abraham, d. i. Vater vieler Völker, bald be-zeichnete er des Menschen eigcnthümliche Stel-lung zu Gott, wie der Name Henoch, Geweih-ter, David, Geliebter u. s. w. So ist esdenn nicht zu verwundern, daß man in Israelauch den Namen, den mau trug, in das Gebietseiner ernsteren Betrachtungen hineinzog, undzu forschen und zu fragen pflegte, was dochder Herr dadurch wohl habe sagen und zu ver-stehen geben wollen. Die Namen waren denLeuten wie Gedcnktäflein, und wie die Glöcklciuan dem Rocke des Priesters, sie erinnernd anden Herrn und an sein Regiment, und zu aller-
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