s68 Ein und dreyssigster ?^bschnitt.
bügels, der, so wie der obere Stempel, durcheinen Faden mit einem oben am Gerü-ste befindlichen Hebel verbunden ist, geho-ben werden kan, und durch sein Gewicht ge-nau auf den üntern herunter fält. Der Ar-beiter, welcher der Srämper (Stampfer)heißt, greift mit der linken Hand aus einemGefäße einen Knopf auf den Schaft, den erin die Vertiefung des üntern Stempels oderAmbosses bringt, und, nach der Befesti-gung, mit der rechten in ein anderes Gefäßwirft.
i. Vor Erfindung dieses artigen Werkzeugs,welches allerley kleine Veränderungen leidet,find die ersten Nadeln mit einem Hammeraus freyer Hand geschlagen worden. Diebekanten Zeichnungen des Feyerabends,mit den untergesetzten Reimen des HansSachsen von 1568, so wie auch noch dieZeichnungen in derUebsrsetzung von Garzonirio7n> lügr. S. 5Zü, beweisen, dag damalsdie Wippe noch nicht bekant gewesen ist. ZuNürnberg ist sie zwischen den Jahren 1680und lüyo bekant geworden. Da sonst einArbeiter täglich kaum 4000 Nadeln machenkonte, so kgn er nun an der Wippe wohl10000 machen, und ein Nürnbergischcr Vir-tuose soll einmal zu Augsburg in einem Ta-ge 14000 Stück gemacht haben. S. blelik-lsnkes historisches Handbuch für Bürger.Franks und Leipz. 1744. 8. S. 744. Vondieser geschmacklosen Compilation, deren Vcr,faffer Ioh. Gottfr. Gregoriuo, Pfarrer zuDornheim. bey Arnstadt, war, findet man
Nach-