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Anleitung zur Technologie oder zur Kentniß der Handwerke, Fabriken und Manufacturen : vornehmlich derer, die mit der Landwirthschaft, Polizey und Cameralwissenschaft in nächster Verbindnung stehn ; nebst Beyträgen zur Kunstgeschichte
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543
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Messingbrenner ey. §4. 54z

cher, und zugleich von Schwefel und Arse-nik, fals er dergleichen jemals bey sich hat,gereinigt. Jener würde einen Theil des Ku-pfers zur L-chlacke, und letzterer den übri-gen weiß und spröde machen. Das Bley,welches als Bleyglanz wohl in allen Gal»rneygruben vorkömt, würde ein Messing ge-ben, welches anfänglich blas lind sprödeseyn, und in kurzer Zeit schwarz anlaufenwürde. Aus dieser Ursache können auch dieausgeseigerten Kupfer nicht wohl zu Meftsing gebraucht werden, weil sie allemal et-was Bley aus der Seigerung bey sich be-halten.

2. Gemeiniglich ist auch der Galmey mit Ei-scnerde verunreinigt, die sich nicht scheidenläßt, und die, da sie bey der Cämentationreducirt wird, und in das Messing übergeht,dasselbe blas, spröde, magnetisch, u. wegen derletzten Eigenschaft zu Einfassungen der Mag-netnadeln unbrauchbar macht. Kupfer wirdnoch magnetisch, wenn zu zwölf Quent-chen nur fünfzehn Gran Eisen kommen, dasist, wenn erstes sich zu letztem verhält, wie48 zu t. Uebrigens vermindert die Rüstungden Zink wohl nicht viel, wenn man sichhütet, daß der Galmey dabey kein brenba-reö Wesen erhalte. Ganz reinen Zink er-hält man durch die Sublimation.

z. Auf dem Messi'nghvfe bey Kassel wird derGalmey aus Jserlohe und der aus Brilonim Cölnischen gebraucht. Von jenem wirdder Zentner dorthin geliefert für z Thr. gr. Er ist schon bey der Grube geröstet;wird in Tonnen verschickt; gröbliche Stückewerden auf dem Messinghofe klein gemalen.

§. 5 .