Galzsiederey. §. 2Z. 481
§. 2z.
Steinsalz wird, wenn es rein genugist, klein geflossen und verbraucht. Ist esaber unrein, so wird es aufgelöset, und wie-der eingesotten.
1. Zu Hallstein im Erzskifte Salzburg, zuScliellcnbcrg und Frauenreuth im StifteBerchtoldsgaden, zu Hall in Tyrol, und anandern Orten, gewinnet man das Steinsalzdadurch, daß man in das SalzgebürgeSinkwerke, Weitungen, oder Grubenführt, in solche vom Tage süsses Wasser lei-tet, welches, nachdem es das im Berge be-findliche Salz ausgelauget hat, versottenwird. Solche Weitungen nennet man imObervsterrcichischen Salzkammergut wäh-ren, im Salzburgischcn Krücke, und in Ty-rol Wecker. Das mit Walz gefertigte Was-ser, oder die Sulz, wird in grossen Bekält»uissen, die man Salzstuben oder Sulstubennennet, und deren Boden mit Thon belegtwird, bis zum Versieben aufbehalten. ZuNorthwich in England hat man Müblen,woraufman das trockene Steinsalz zermahlet.
3. Für Salzwerke, denen es an Absatz fehlt,würde die Ausscheidung des mineralischenAlkali sehr vortheilhaft seyn, wenn manzur Zersetzung einen wohlfeilen Körper fin-den tönte, oder einen solchen, der durchseine Verbindung mit der Saure so brauch-bar würde, daß dadurch die Kosten seinesAnkaufs ersetzt würden.
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§. 24.