482 Sechs und zwanzigster Abschnitt.
eine halbe Meile von der Stadt Tönsberg,wo man die Sole durch Röhren, 30 fußunter der Oberfläche des Meers schöpft, weilsie in der Tiefe stärker ist.
§. 22 .
In manchen Ländern, welche kein eige-nes Salz, aber Feurung genug haben, kauftman ausländisches Baysalz, löset es auf,schäumt es ab, läßt es durch Einkochen an-schießen, und erhält dadurch ein gutes weis»fts Salz.
1. Dieß Gewerb treiben die Hofländer, undzwar erst seit dem Anfange des i7ten Jahr-hunderts, mit grossem Gewinn. Sie sendendas von ihnen raffinirte Meersalz z. B. aufdem Rhein herauf, und haben davon zu Bin-gen in Churpfalz eine Niederlage, wo sie esHutweise, der Hut zu 172 Pfund gerechnet,verkaufen.
z. Hr. Salzinspectoi- Dommes versichert mir,man habe ehemals in den Pommerschen Raf-finerien aus einem Theile Baysalz rß, auchwohl, wenn jenes sehr dicht gewesen, iß ge-reinigtes Salz erhalten. Dieser Zuwachs,der durch das Crystallisationöwasser entsteht,und der wohlfeile Ankauf des rohen Salzes,wenn es stat Ballastes geladen wird, machtden Vortheil dieses Gewerbes, da, wo dieFeurung nicht gar zu kostbar ist, begreiflich;aber das Salzregal gestattet dieses Gewerbfreylich nicht.
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