Salzsiederey. §. i8-
477
auf ein 70 Ruthen davon entferntes oder»schläcktiges Rad vvn 15 Fuß im Durchmes-ser; letzteres treibt durch ein horizontalschiebendes Gestäng 4 Pumpen. Die Wind-mühle wird fast nie gebraucht. Die Solewird nur auf n bis r8 Grad veredelt. DerSolenempfänger war bey dem Reservoir über-flüssig, und dient jetzt zu einem Tonneu-Ma-gazin. Gesotten wird jetzt in y Pfannen,und zwar in 8 Pfan. grobkbrnichtes, und ineiner Pfanne feinkörnichtcö. Die Mittel-art wird nicht mehr verfertigt. Alle Pfan-nen liefern wöchentlich 200 Malter «Lalz;das Malter zu 12 Scheffel Osnabrück. Maasrseö gerechnet; wozu im Durchschnitte l8oc>Ringel Steinkohlen verbrant werden.
Bey Harzburg, nicht weit von Goslar,ist ein Salzwerk, Julius-Halle genant,welches vom Herzoge Julius im Jahre 1596angelegt ist, bis zum Theilungs-Rcccß vomJahre 1788 beyden VraunschweigischenHäusern gemeinschaftlich gehört hat, damalsaber dem Herzoglichen Hause allein überlas-sen ist. Die Sole wird sechölöthig angege-ben. Sie fliestet bey starker Dürre undstrengem Froste sparsam. Gradirwerke sindim Jahre 1717 abgeschaft'worden. Im I.1713 ward daS Werk verpachtet, aber nunwird es schon seit vielen Jahren administri-ret. Gemeiniglich sollen jährlich gyzo Kör-be Salz gesotten werden. Ein Korb hält2x Hunten, und wird für l Nthlr. 7 gr.y Pf. doch den Communion-Bedicnten umeinige Groschen wohlfeiler, verkauft.
§-