Salzsiederey. §. 5.
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oder eine Saline anlegt, muß man untersu-chen, ob die Quelle an Sole, und die Solean Salz so reich sey, daß Vortheil erwartet Swerden kau. Die letzte Untersuchung ge-schieht, indem man eine bestimte Menge So-le verdunsten laßt, das übrig gebliebene aus-laugt, zum Anschießen bringt, und das er-haltene Salz wiegt. Diese Weise ist dieumständlichste, aber genaueste, doch giebt siemehr Salz an, als man bey der nicht so sorg-fältigen Arbeit im grossen, zu erhalten pflegt.Bequemer ist die Untersuchung mit.der hy-drostatischen Wage und mit der Salzspinrdel, welche letztere dergestalt eingerichtet wird,daß sie die Menge des Salzes, welches ent-weder in einem gewissen Gewichte, oderMaasse, enthalten ist, anzieht.
1. Um den Gehalt der Sole anzugeben, bedientman sich nicht überall einerley Ausdrücke. Ei-nige geben die Menge Salz in einer Kanne,die man gemeiniglich auf 4 Pfund schätzet,an, und brauchen die Benennung löthig.
In Halle aber rechnet man nach der dort ge-bräuchlichen Kanne, welche mehr als 74 Lothenthält, und nennet die reichste dortige Solelülvthig, weil eine Kanne derselben lä LothSalz enthalt. Andere bestimmen das in ei-nem Pfunde oder in 32 Loth befindlicheSalz, und nennen eine Sole sechölöthig,wenn sie oder ^ Salz hat. Andere brau-chen die Benennung Grade, grädig, undnehmen ein Loth zu 2, oder z Grad für sLoth, oder, wie zu Sülbech und Salz derEe z Hel»