Tcerschrvelerep. §. 4. 4s;
vor der Seite, wo der Abzug des Teers ist,wird gemeiniglich eine Brustwand von Bret-tern oder eine Hütte aufgeführt, und oft wirdder ganze Mantel bis oben hinauf mit Erdeumwerfen.
1. Im Walliserlande hat man einen eyfbrmi-gen Ofen ohne Mantel, den man oben an-zündet, und wenn er genugsam angebrantist, oben mit Steinen zusetzt. Das Teerläuft unten durch einen Nost in Vorlagen,und oben zwischen den Deckstcineu setzt sichRuß an, der gesamlet, und für Kicnruß ver,kauft wird. Die übrig gebliebenen Koh-len dienen zum Brennen. Aber diese Weifeist verschwenderisch, und verlangt eine sehrgenaue Regierung des Feuers.
2. Auf eine weit nachlässigere Art verfahrt
man in Schweden, z. B. in Smoland, Oe-land, Gotland, Ostbotnien. In einem tro-ckenen Boden gräbt man an einem Hügeleine Grube, von Gestalt eines umgekehrtenKegels, setzt solche mit Kienholz voll, bedecktsie mit Moos ( comurmre) und
Rasen, und läßt das Feuer dergestalt fort-schwelen, daß das Teer in ein in der Spitzeder Grube angebrachtes Gefäß, und ausdemselben durch eine Röhre ablausen kav.Im Jahre 1745 hat Ostbotnien, woher dasmeiste Teer körnt, zum wenigsten 80,000Tonnen geliefert, wozu 5,120,020 Zichten-bäume verbraucht sind.
3- Man hat in neuern Zeiten verschiedeneVerbesserungen der Teeröfen vorgeschlagen,unter denen vornehmlich diejenige AchtungCcz ver»