Teerschwelerey. §. 2. Z» 40z
§. 2.
Zum Teerschwelen dient das Harz, wel-ches von den Harzscharrern, Harzern,prchhauern, pechlern, an den in, Früh-jahre mit ihrem Messer gerissenen Bäumen,gegen den Herbst eingesamlec wird. Auchdient dazu vorzüglich das Ricnholz, oderdas Hol; derjenigen Baume, die durch eineKrankheit eine Uebermaasse von Harz an ver-schiedenen Stellen absetzen; ungleichen dieharzreichen Stöcke, Aienjiöcke, Ateirstu-ken, Rtcnstubken, und die Wurzeln abge-hauener Baume.
§. Z-
Das Harz wird in kupferne Kessel ge-than, welche in viereckige Oefen eingesetzt,mit Deckeln versehn sind, und in ihrem Bo-den ein Loch haben, unter welchem im Ofeneine Rinüe angebracht ist, durch die das beygelindem Feuer auötröpfelnde Teer, in vor-gesetzte Besässe geleitet, und hernach meistenszu weissem oder röthlichem Piche eingekochtwird.
I. An einigen Orten läßt man das Harz mitetwas Wasser im Kessel zergehn, gießt eSin einen Filtrirkack, und presset es aus. Aufsolche Weise wird das Burgundische pichgemacht.
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