Z92 Zwey und zwanzigster Abschnitt.
Zwey und zwanzigster Abschnitt.
S p i e g e l g i e s s e r e y.
§. i.'
Kleine Spiegelgläser werden wie das Ta-felglas (S. Z8s.) geblasen, hernach ge-schliffen, polirr, foliirt und gefaßt; die grös-sern aber werden jehl gegossen, wozu beson-dere und kostbare Anstalten und viele Men-schen erfodert werden.
I. Gewiß ist es freylich wohl, daß die metal-lenen Spiegel die allerältesten sind; abernicht weniger gewiß ist es auch, daß diegläsernen ebenfalö ein hohes Alter haben,ungeachtet man gemeiniglich das Gegentheilglaubt. Aus des plinius Nachricht, schei-nen sie bey der Glashütte zu L-idon erfun-den zu seyn. Aus verschiedenen Stellen derAlten weis man, daß man anfänglich demGlase nur durch eine dunkle Farbe, hernachdurch Bley allein, eine undurchsichtige Un-terlage gegeben h.,t, wiewohl man schon inden ältern Zeiten das Amalgam« gekaut,auch gewusi hat, daß man Quecksilber amsichersten in gläsernen Gefässen aufheben kan.Da hatte man denn an einem mit die-sem Metalle gefüllcten Glase einen Spiegel,der alle metallene übertraf. Isidor von Se,vilien sagte im siebenten Jahrhunderte: ns-
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