Z9o Ein und zwanzigster Abschnitt.
fen. Erstaunen muß man über ihren niedrigenPreis. Ein Pfund kostet den Kaufleuten inMarseille, wenn sie in grossem kaufen, nichtmehr als 8 «olö- Fünf Haufen (inslles)wiegen nur ein Pfund, und ein Haufen be-steht aus 12 Schnüren (branclies), jedeSchnur aus lo Fäden (stlew); so daß manfür z Dcniers sa Faden hat. Um den Ein-kaufpreis in Venedig zu finden, muß mannoch die Kosten des Transports, die Spe»ditionsgebührden und andere Spesen ab-ziehen. Gleichwohl stehen sich die Ncnedig-schen Glasfabriken, welche diese Waarenliefern, sehr gut dabey. Bey gleicher Grös-se der Perlen, ist nicht der Preis, wohl aberihr Gewicht nach ihrer Farbe verschieden.Ein Haufen (mslle) grüner und gelber Per-len wiegt ü Unzen, ein Haufen der schwar-zen, weissen und blauen aber nur z Unzen,welcher Unterschied von dem färbendenDleykalke der ersten herrührt. Ungefähr 4Pfund kosten in Angola eine piece, das ist,einen Sklaven, und kein Handel in der Weltkbnte vortheilhaftcr seyn, als der unmensch-lichste, wenn nämlich die Christen alle Skla-ven mit Glasperlen kaufen könten; aber dieAfrikaner verlangen mehrerley Waaren. —Die Glaöknöpfe und Paterl, welche zu Pa-ternoster dienen, werden in grosser Mengein der Oberpfalz zu Warmsteinach an derCulmbachischen Grenze verfertigt. L>. Phy-sik«!. ökon. Viblioth. XVll. S. 4Z8-44Z.
5. Die Vergoldung des Randes einiger Gläserist eine teutsche Erfindung, und sie wird auchnoch in Teutschland besser, als anderswo ge-macht. Das aus dem Königswasser niederge-schlagene Gold wird mit einem Firniß aufge-
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