Glasmacherkunst. §. 6 . 7. Z79
§. 6 .
Zum gemeinen grünen oder schwarzenGlase ist die wohlfeilste glasachtige Erde,wenn sie nur nicht gar zu sehr verunreinigtist, und gemeine Holzasche, gut genug. Sogar die von Seifensiedern und Bleichernausgelaugte Asche, ist nicht ganz unbrauch-bar.
§- 7 -
Dieses Gemeng, der Einsatz, oder die Frie-re wird in einem besondernOfen calcinirt, unterdem Calciniren mit grossen Krücken gerührt,und alsdann in die aus feuerfestem Thone ge-machten, und in den Schmelzofen gesetzten Ha-fen getragen. Wenn die Masse gänzlich geflos-sen ist, wird mit einem Schaumlöffel dieGlasgalle abgenommen.
1. Das Calciniren geschieht, um das Alkalivon der Kohlensäure zu besreyen, als welchebeym Schmelzen ein Aufwallen, und deinGlase Blasen verursachen würde. Beymweissen Glase dient das langsame Ausglü-hen auch dazu, um das gröberebrenbare We-sen zu verjagen und zu zerstöhren, als wel-ches der weissen Farbe und der Durchsichtig-keit schaden würde.
2. Der Lalcinirofen, Glühofen, Afchen-ofen, gleicht einem Backofen, und hat einMundloch, welches unmittelbar auf seinemHeerd steht. Er stößt gemeiniglich an den
Schmelz-