Töpferkunst §. 14 . is. 34^
«laut überstreicht, und hernach mit Gold-schaum belegt.
3. Im letzten Kriege verfertigte man in Meis-sen aus einem rothen mit zartem Glimmergemischten Thon, der zu Ockrilla gefundenwird, Gefässe, die wegen des GoldschimmcrSein angenehmes Ansehn hatten, welches durchSchmelzwerk noch verschönert ward. AuSunbekantcn Ursachen hat man dort diese Ar-beit aufgehoben, aber soltc man sie nicht inandern Ländern mit Vortheile unternehmenkönnen?
§- 's.
Die Gchmelzciegel gehören zu den feu-erfestesten Töpferarbeiten. Die vornehm-sten, welche über alle Welttheile verfahrenwerden, sind die Hessischen, welche einegrau-gelbe oder rökhliche Farbe haben, und dieIpser oder passauer, welche schwarz sind,und neu abschwarzen. Jene werden aus ei-nem meisten ziemlich reinen ThoneundSandgemacht; diese aber aus einem blauen fettenThone und Reißbley, Jene halten metalli-sche Gläser am besten', aber sie leiden keinsungleiche und abwechselnde Hitze. DieJpsererdulden diese leichter und öfterer, hingegenwerden sie von Salzen durchfressen.
r. Die Hessischen Tiegel werden zu Groß-allmerode und Ellerode verfertigt. ZuGroßallmerode, welches Flecken seit 1775eine Stadt heißt, machen die LiegelbrennerY - ei-