Töpferkunst. §. r z. zzs
ser Waare ist meistens von einer violetten,oder fast blaue» Farbe. Aus eben dieserArt sind die meisten Urnen gemacht, welchetnan in Teutschland, z B in der GrafschaftHoya, auch in England, z. V. in Kent undandern Orten ausgräbt.
Z. Die vorzüglichste Gattung ist das weisstoder gelbliche englische Steingut, rvb-iksflint rvsre oder 8tonewäre, t)neens vvgre,wel-
ches imAnfange dicsesIahrhundcrts von einemTöpftr aus Staffordshire erfunden worden.Und jetzt bey worcester, Derbp, Burslem,Um bTewcastle und in andern Gegenden vonEngland verfertigt wird. Man Mischt zudem weissen, geschlämten, gesiebten und inWasser verbreiteten Pfeiffcnthon, calcinirte,kleingestossene Und durch Seidenflor gesiebteFeuersteine, oder derbe grobe Quarze. Umdieses Gemeng vom überflüssigen Wasser zubefreyen, Und zwar so schnell, daß sich bey-de Erden nicht durch ihr verschiedenes Gewichttrennen können, bringt man es in ein ausMauerziegeln aufgeführtes Behältniß, dessenglatter Boden aus glasirten Ziegeln zu-sammen gesetzt ist, und auf eisernenStangen über einem Ofen ruhet. Unter derVerdünstung wird beständig gerührt. Wenndie Waare einige Stunden im Ofen gestan-den hat, wirft man Kochsalz hinein. OderMan fetzt auch wohl in die Kokers Litt Näpf-chen mit Salz, dem manche etwas Arsenikbeymeugen, durch welche» gefährlichen Zusatzdie Weisse erhöhet wird. Das gelbe Stein-gut, lüne-wgre, kiscuit, wird nach dem Bren-nen mit einer schwefelgelben Glasur überzo-gen, oder auch mit Gold, mit einer hoch-rothen Farbe von Eiscnsafrau, mit blauen,V - grü-