zz6 Achtzehnter Abschnitt.
ist, so viel ich weis, erwiesen, oder nur wahr-scheinlich gemacht. Falsch ist es auch, wenneinige die Majolika für eine EuropäischeNachahmung des Chinesischen Porzellansausgeben wollen. Jene hatte man langevorher, ehr man letzteres kennen lernte; zu-dem verdient weder Majolika noch Fajanceden Namen des uuachtcn Porzellans, den ihrUnkundige geben; höchstens kan er nur durcheinige Heimlichkeit der Bemalung gerechtfer-tigt werden. Weit naher kömt das Engli-sche und Teutsche Steingut dem Porzellan.
q. Viele Italiener schreiben die Erfindung derMalerey auf Glasur, in Europa, einem Flo-rentiner, Lrtcca dellaAobbia zu, derizgSgebühren seyn soll. Deswegen ward solcheArbeit von den Italienern cerra äella loklstagenant. Noch jetzt zeigt man in einigenKirchen zu Florenz Arbeiten dieses Künst-lers. Die Franzosen erzählen, ein Italie-ner sey mit einem Herzoge von Nivernoisnach Frankreich gekommen; habe um Reverseinen Thon gefunden von der Art, wovon erFajänce in Italien machen sehen, und dieserhabe zuerst angefangen, diese Töpferarbeitin Frankreich zu verfertigen. Ohne Zwei-fel ist dieß honis äs 6onr,gAus, äuc äs Ki-vernois Lk äs kethelois, der Gönner des Sa-ston Duclo, der gegen das Ende des sechs-zehnten Jahrhunderts gelebt hat. Letzterersagt in der Zueignungsschrift seiner Kpolo-xias ar^ropoeise an den Herzog: bims vi-trsriae, ki^ulinae Lc encanlticoe artis artistse»SAreAii iulln tuo sceerlitj, Lk immunitske tri-huroruin slliciki prsslksntia opers civilms tuisaommoäa, ins^izgue exleri« sämiranäa lub-
miniltrant. Zuverlässiger ist jedoch, daß der
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