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Anleitung zur Technologie oder zur Kentniß der Handwerke, Fabriken und Manufacturen : vornehmlich derer, die mit der Landwirthschaft, Polizey und Cameralwissenschaft in nächster Verbindnung stehn ; nebst Beyträgen zur Kunstgeschichte
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ZZ4 Achtzehnter Abschnitt.

S- Der wesentliche Unterschied derFajance undder gemeinen Töpferarbeit, besteht, wie mirbeucht, darin, daß jene auf der Glasur undkunstmassig bemalt ist. Hierauf muß manachten, wenn man die Zeit der Erfindungbestimmen will. Die Glasur kante schonJesus Girach XXXlX, 34. L-chon unterden Aegyptischen Alterthümern kommen Stü-cke vor, die gute Zajance, ja so gar gutesPorzellan genant zu werden verdienen. Den-noch versteht man jetzt in Aegypten nichtnichr, thönerne Gefässe zu glafiren oder Was-ser dicht zu machen. L>. Nordens Reise S.121. Man irret, wenn man dem Voltai-re glaubt, daß die erste Fajance zu Facnzagemacht sey; ungeachtet der Namen aller-dings daher entstanden ist, weil man dawlbst,im Anfange des sechzehnten Jahrhunderts,vorzüglich gute Lvpferwaarcn dieser Art, sowie auch zu Pesaro, Gubbio, Urbino und inandern Städten Italiens verfertigte, dieweit verfahren wurden. Sie hatten ihrenRuhm vornehmlich der grossen Geschicklich-keit zu danken, womit Raphael, Juliusvon Rom, Titian und andere geschickteKünstler sie bemalten; wiewohl andere be-haupten, die Malereysey nur nach den vonRaphael gezeichneten Kupferstichen des Borlognesischcn Kupferstechers Marc Antoniooder Raymondi gemacht worden. H. vonHcinecken meint, das Gerücht sey daherentstanden, weil Raphael in Urbino geboh-rcn ist, und sein Verwandter Gui-o Du-vantino daselbst eine Töpferfabrike gehabthat. Aber Hr. Rath Haberlin, dessen Auf-sicht die Braunschweigische Naturalien-uad Kunst-Samlung anvertrauet ist, versi-cherte mir 1737 im Oktober, man habe zu