Töpferkunst. §. io. n. 12. zzz
ofen oder Heerd; die beyden öbersten sindzwo Kammern, deren jede einen durchlöcher-ten Boden und eine besondere Thür hat, die,nachdem der Ofen voll gesetzt ist, so weit zu-gemauert wird, daß nur ein kleiner Ausgangfür den Rauch übrig bleibt. Die obersteKammer hat auch in ihrer Decke eine -Oef-nung für die Dünste. Von dieser Bauartist der kleine Ofen, worin zu Münden daöunächte weisst Steingut gebraut wird.
§. n.
Feinere Sachen werden nicht dem unmit-telbaren Feuer ausgesetzt, sondern in Kap-seln oder Gaserres gepackt in den Ofen ge-bracht. Man backet diese Muffeln aus ei-nem feuerfesten metalfreyen Thone, und gla-sirr sie nicht.
I. An vielen Orten werden die Kapseln mitdem Holländischen Namen Bakers benant.Baker ist Köcher, Futteral.
§. 12 .
Fanjance nennet man die aus feinerweiffer Erde gebildeten, und auf der Glasurkunstmassig bemalten Gefässe.
I. Wenigstens solte nur weiffer Thon genom-men werden, damit nicht, wenn etwas Gla-sur abspringt, gleich die gemeine Nöthedurchscheine. Oft aber muß man mit einemThone, der sich gelblich brennet, zufriedenseyn.
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