Töpferkunst §. 8-
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zieht die Waare mit Bleyglaö, und hält sieso gleich über ein mit Heu angefülletes Ge-fäß, worin man eine glühende Kohle gewor-fen hat. Vermuthlich würde man diesesauch sehr Vortheilhaft im grossen anwendenkönnen, so wie der Holländer seine Ziegel mitEllernlaud färbt.
4. Die Materialien zur Glasur werden aufeiner Mahlmühle, oder Handmühle, oderauf einem Reibstein pulverisirt. Zur Gla-sur der Fajance wird gemeiniglich ein leicht-flüssiges Glas aus reinem Sande, Sode undSalz geschmolzen, welches Meistergut ge-nant wird. Dieß wird zu Münden auf ei-ner Mühle, welche der Mühle der Blaufar-bcnwcrke gleicht, fein gemahlen, und hernachmit Zinasche zur weissen und mit andernMineralien zur bunten Glasur gebraucht.
5. Die gemeinste Glasur ist Bleyglas, undwenn dieses zu viel Bley hat, und zu dünoder zu dick aufgetragen, und nicht so starkgcbrant ist, daß es mit dem untern Thonehat zusammen fliesten können, so ist dieseGlasur zu leicht auflöslich in Säuren, undmacht den Gebrauch solcher Gcfässe gefähr-lich. S. die Bleyglasur des irdenen Küchen-gcschirS, als eine Ursache vieler Krankhei-ten, von G. A. Ebell. Hannover 1794. 8.S. Physik, ökon. Biblisch. XVlll. S.Ziy. Westrumb über die Bleyglasur unse-rer Töpferwaare und ihre Verbesserung.Hannov. 1795. 8-; steht auch in seinen Ab-handlungen.