Druckschrift 
Anleitung zur Technologie oder zur Kentniß der Handwerke, Fabriken und Manufacturen : vornehmlich derer, die mit der Landwirthschaft, Polizey und Cameralwissenschaft in nächster Verbindnung stehn ; nebst Beyträgen zur Kunstgeschichte
Entstehung
Seite
321
Einzelbild herunterladen
 

Ziegelbrennerey. §.6. Z2l

§- 6 .

Das Brennen geschieht entweder in Oe-fen oder Meilern. Jene sind gemeiniglichaus Backsteinen erbauet, und sind entwedergewölbt, geschloffen, und haben in ihrem Ge-wölbe Zuglöcher; oder sie sind ungewülbtund offen; oder sie sind auch nur aus Wal-lerwanden aufgeführt. Die Meiler oderLeidöftn werden aus den noch nicht gebrau-ten Steinen, ohne Mauren dergestalt aufge-setzt, daß Schul beerbe, Schürlöcher undZuglöcher übrig bleiben. Bey ihnen er-spart man die Erbauung des Ofens, aberman verliehet desto mehr an der Feurung.

I. Ein Ofen wird nach der Anzahl der Schür-löcher oder Feuerlöcher, ein- zwey- oder drey-fcurig u. s. w. genant. Das aus den Zie-geln über den Sckürheerden zusammen ge,setzte Gewölb, heißt das Schloß.

L. Einige Oefen haben ausgemauerte Unterla-gen neben den Schürheerden, auf welchedie Ziegel gestcllet werden, damit sie nicht zusehr von dem strangsten Feuer leiden. Mannennet sie Bänke.

Z. Will man in einem Ofen zugleich Kalkstei-ne, Mauerziegel und Dachziegel brennen, solegt man erstere unten, und dem Feuer amnächsten; letztere abrr.in den'öbekn Raum dVH,

Ofens, oder in die Schilift» ' ^ ^ '

4. In dem hiesigen kleinen Ziegelofcn werden ^allemal zugleich einige Malter Kalk gebraut.

X Ein - ; ,