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Anleitung zur Technologie oder zur Kentniß der Handwerke, Fabriken und Manufacturen : vornehmlich derer, die mit der Landwirthschaft, Polizey und Cameralwissenschaft in nächster Verbindnung stehn ; nebst Beyträgen zur Kunstgeschichte
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319
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Ziegelbrennerey. §. 4. Z19

Frühjahre, in den Sümpfen, oder in denmit Bohlen ausgesetzten Grnben, unter ei-nem Schoppen. mit Wasser erweicht, hernachvermischt (§. 2 ), und entweder von Taglöh-iiern, oder Pferden, oder Ochsen, zu einemfeinen gleichartigen Teige getreten, von Tag-löhnern mit Werkzeugen, oder durch Hülfeeiner Thonmühle, die entweder von Thie-ren oder vom Wasser getrieben wird, zuge-richtet.

1. Die Thonmühlen, Rlaymühlcn, sind vor-nehmlich in Holland und L-chweden üblich.Eine senkrechte Welle, die mit verschiedenenArmen, an welchen einige Messer befestigtsind, besetzt ist, wird in einem über einer klei-nen Grube stehenden Kasten, von Thierenumgctrieben, nach dem oben der Thon ein-geworfen worden, der, nach genügsamer Be-arbeitung, in die Grube fält Zuweilen giebtman auch zwocn entgegengesetzten Wändendes Kastens Messer, und dann sind die ander Welle, ohne Arme, befestigt.

2. Wird die Mühle vom Wasser getrieben, sopflegt man die mit Messern besetzte Welle, übereinem muldenförmigen offenen Gefasse, hori-zontal zulegen- Man kan auch die Einrich-tung machen, daß der aus der Mulde heraus-gearbeitete Tbon so gleich von'der Maschine,in untergesetzte Formen gedrückt wird.

z. An einigen Orten steht die mit Messern oderFlügeln besetzte Welle in einem walzenförmi-gen Mauerwcrke, auf einem etwas über demBoden desselben angebrachten eisernen Rost.

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