ZO8 Fünfzehnter Abschnitt.
solche, welche mehr Asche als Schlacken ge-ben, und keine Kiese enthalten.
1. Der wohl gebraute, mit Steinkohlenascheund wenig Wasser gemischte, und oft undstark durchgearbeitete Kalk, giebt einen vor-züglichen Mörtel zum Wasserbau, der vielzu Dornik bereitet wird, und in den Nieder-landen und in Frankreich, unter dem NamenLenärse äs Nournai, berühmt ist. Auch inEngland nutzet man diese Mischung. Hin-gegen Holzasche schadet dem Mörtel sehr.
2. Die Kiese schaden durch ihr Vitriolsauer,welches den Kalk in Gyps verwandelt, derzwar den Mörtel wenig verschlimmert, aberdoch nicht in aller Absicht als Kalk gebrauchtwerden kan»
§. 9 -
Wenn die Farbe des Rauchs und derSteine die Gare derselben anzeigt, läßt mandie gemeinen Oefen, die keine Stichöfen sind,ausgehn und erkalten. Der auSgenommeneKalk wird zerschlagen und gesiebt, oder aufStampfmühlen, oder noch besser auf Mahl-mühlen, zerkleint.
i. Möglich ist es allerdings, den Kalk durchgar zu langes Brennen zu verderben, oderihn todt zu brennen; indem er dadurch,wenn er etwas fremde Erde bey sich hat, zu-sammensintert, und die Fähigkeit sich mitWasser zu löschen verliehet; aber besorgst«eher ist der entgegengesetzte Fall, daß man