Z04 Fünfzehnter Abschnitt.
i. Der Kalk wird jederzeit in Verbindung mitWasser und einer Säure, gemeiniglich mitKohlensäure (fixer Luft) angetroffen. Im letz,tcn.Falle heißt er roher Kalk, Lederkalk.Wird dieser in einer andern Däure aufgelö-set, so entwickelt sich die Kohlensäure, undverursacht das Aufbrausen. Wenn Wasserund Kohlensäure durch Feuer ausgctriebensind, so hecht er gebranrcr, ungelöschterKalk, ca!x vivs. Wenn er an der freyenLuft wieder mit Wasser und Kohlensäure ge-sätigt ist, heißt er Staubkalk, und wenndieß durch Wasser geschehen ist, gelöschterKalk, calx oxtintäs. -
§- 3 -
Der nutzbarste Kalk ist der reine; dochschadet wenig eingemischter Sand nichts oderwenig, und durch eine massige Menge Eisenrerde und fettiges brenbareS Wesen, wird dieGüte des Mörtels vermehrt.
i. Bey dieser Bestimmung halte ichs für über-flüssig, die Namen hieher zu setzen, die manin der Mineralogie den verschiedenen Kalk-steinen giebt, welche man an verschiedenenOrten zum Brennen anwendet. Kalkspatetaugen nicht, weil sie bey der Erhitzung ge-waltsam zerspringen, und schlechten Mörtelgeben. Saustein wird ein guter lebendigerKalk; doch nicht der Stinkschiefer, der nuraus dünnen Blättern besteht, und in Srein«kohlwerken vorzukommen pflegt.
2- Das brenbare Wesen, was im Saustein undin einigen andern Kalksteinen befindlich ist,
wird