z. Gämischgerberey. §.24. 299
4. Pergamentgerberey.
§. 24.
A^ergamenr ist ein steifes, glattes, biegsa-^ mes, elastisches, dauerhaftes, zumSchreiben und Bemahlen taugliches feder,welches jetzt gemeiniglich aus Kalbfellen undHammelfellen, zuweilen auch aus Ziegenfel-len, Bockhäuten, Efelhäuten, auch Schwei-nehäuten, gemacht wird.
I. Schon zu des Herodots Zeiten schrieb manauf Hammel - und Aiegenfellen. PtolomauSPhiladclphus bewunderte die Feinheit derHäute, worauf die griechische Uebersetzungder Bibel geschrieben war. Also ist wohl dieKunst, Pergament zu machen, nicht in Per-gamuö erfunden, sondern nur, als man demKönige, zur Anlegung der Bibliothek, dasPapier in Aegypten vorenthielt, verbessertworden. Ehemals standen die Pergament-macher in Paris, so wie noch an mehrermOrten, Buchdrucker, Buchbinder, Buchhänd-ler, unter der Universität; sie musten auchihre Waare, zum Zeichen der Gute, von demRector stempeln lassen; daher erlegen sie nochjetzt eine Abgabe an die Universität.
§. 2 s.
Die frischen Kalbfelle werden gewässert,in den Kalkäscher gebracht, mit dem Schabe-eisen enthaaret, gehütet, mit dem Rnauseirsen, Anerseeisen, auf dem Schabebaum, ger
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