7. Lohgerberey. §. s. 6 . 279
§. s-
Die getriebenen Leder werden lohgargemacht, das ist, in die Lohgrube eingesehr,wo ihre Fäserchen durch die adstringirendeKraft der Lohe, näher vereinigt, gleichsam ge-filzt, und wider das Wasser haltbarer germacht werden.
§. 6 .
Lohe heißt die zerkleinte Rinde oderBorke solcher Baume, welche vielen adstrin-girenden Saft enthalten. Vornehmlich ge-hört hieher die Borke von Eichen, Birken,Fichten, Tannen und einigen Weiden. Dieim Frühjahr gerissene oder abgeschälte, her-nach etwas abgetrocknete Borke, wird ent-weder nur mit einem Beile zerhackt, oderaufStampfmühlen (Lohmühlen) zerstampft,oder auf Mahlmühlen mit tief gefurchtenSteinen oder unter senkrecht umlaufendenMühlsteinen zermahlet.
1. Alle vegetabilische Theile, welche einen sehrstark zusammen ziehenden Geschmack haben,und die Auflösung des Eisenvitriols schwarzfärben, können zum Gerben gebraucht wer-den. Es kömt dabey vornehmlich daraufan, ob man sie wohlfeil genug, zu allenZeiten, in erforderlicher Menge haben kan.