i. Lohgerberey. §. r. 2. z.
277
als etwas zurichten, oder einem rohen Ma-terial die nöthige Bearbeitung geben. Mansagt: Eisen und Stahl gerben, Gcrbstahl.Serbmühle heißt eine solche Mühle, die zumEnthülsen des Spelz oder Dinkels diente
2. Gcrbereyen müssen am Wasser, und am be-sten ausser der Stadt, oder wenigstens an ei-nem abgelegenen Orte, angelegt werden.Bon beydem wird man die Nothwendigkeitaus folgenden Sätzen erkennen.
§- 2 .
Die grünen Häute des erwachsenenRindviehes werden einige Tage in fliessendemWasser, an der waschbank zum Einweichenoder Wassern aufgehenket, und von Zeit zuZeit auf dem Schabebaum, Screichbaum,Gerber bäum, mit demS chabeisen, S creich-eisen, auf der Fleischseite ausgestrichen.
§- Z-
Haute, die sehr starkes, dickes, wasser-dichtes Pfund - und Sohlleder werden sol-len, werden, um sie enthaaren zu können,wenn sie frisch sind, «ungesalzen, und zumSchwitzen auf einen Haufen gelegt. Dievorher ausgetrockneten aber werden cingesal-zen in wohl verschlossenen Kasten, bis derGeruch den Anfang der Faulung ankündigt,aufgehenket. Alsdann werden die HaareS z erst