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Zwölfter Abschnitt.
laufen lassen, wo das Wachs genau den nöthi»gen Grad der Flüssigkeit hat.
r. Zuweilen färbt man das Wachs, oder man be-mahlt den Wachsstock. Auch kan man ihm al-lerley Reifen geben, wenn man den Ziehlörchern einen ausgeschweiften Rand giebt.
Z. Ehemals war dieses Gewerb sehr einträglich,und ein Wachsbleicher gewonn auf ein Pfundwohl ü bis 8 Grote, deren yü auf einen ThalerBanco gehn, da er jetzt mit 3 Groten zufrie-den ist. Die Zellische Bleiche liefere so vielPfunde Wachslichter, als man ihr Pfunde ro-hes Wachs giebt, nur zahlt man, auf jedesPfund gelber, noch 4 Grote, und auf jedesPfund weisser, noch 6 Grote. Die Menge derin neuern Zeiten angelegten Bleichen, hat denGewinn erniedrigt. Hamburg hat jetzt 14Bleichen, und in den königl. teutschen Landensind wenigstens drey. Wird dreymal imSommer gcbleichr, so macht eine Bleiche leichtizo.cioOPfunde weiß. Ehe die Spanier selbstBleichen hatten, gieng nicht allein zu ihnen,sondern auch nach Amerika eine ungeheureMenge Lichter, da jetzt mehr als eine MillionPfunde rohcS Wachs nach Spanien geschicktwird, wodurch der Preis des weissen gefallen,und des gelben gestiegen ist- In Hamburg ko-stet jetzt ein Pfund des letzter« z ix Groten, undein Pfund des erstem nur 34 bis 3? Groten.Etwas weisser Lichter geht gleichwohl noch alledrey Jahre nach Spanien, nämlich zu der Zeit,wenn von dort die Schiffe nach Amerika ab«gehn, weil die Spaniernichtselbstden dortigenVerbrauch ganz bestreiken können. Im HafenSanta Maria ist eine elende Wachsbleicheangelegt worden, die alles eingeführte Wachsbleichen soll; aber die Kaufleute bezahlen