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Zehnter Abschnitt.
rni Boden der Oehllade, in die unten gesetz-ten Gefässe rinnet. Die einmal ausgeprei-seten Samen werden noch einmal gestampft,nach alter Weise angefeuchtet, in einem Kes-sel erwärmt, und wiederum in der Oehlladeausgepresset. Bey der Erwärmung müssendie Samen umgerührt werden, welches voneinem Quirl, der, von einem leichten Kamra»de an der Daumwelle, umgetrirben wird,geschehn kan.
S. Die Haartücher werden gemeiniglich ausHolland oder Brabant verschrieben; jedochwerden sie auch auf der Mühle im AmteBremervörde gemacht.
Z. In den Holländischen Oehlmühlen, die mei-stens vom Winde getrieben werden, werdendie Samen erst auf einem gemauerten, undmit einem hohen Rande umgebenen Heerde,von zween senkrechten Mühlsteinen, die vonden Armen einer stehenden durch ein Kam-rad der Daumwelle getriebenen Welle, her-umgeführt werden, zerquetscht. Hernachwerden sie im Grubenstocke von einzelnenStampfen durchgearbeitet, und alsdann indie Oehllade gebracht, wo die Keile von obendurch Stampfen eingetrieben werden. Eineähnliche holländische Mühle ist zu Nieder-ochtenhausen im Amte Bremervörde, zu St«Hülfe in der Grafschaft Dicpholz und zuOtterdorf im Lande Hadeln. Aber nochwird viel Samen den Holländern verkauft,und viel Oehl ihnen theuer abgekauft.
4. Zu den Steinen wählet man einen festenMarmor, in den sich das Oehl weniger, alsin einen lockern Sandstein zieht. Zu St.Hülfe hat der Lagerstek« einen Durchmesser
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