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Anleitung zur Technologie oder zur Kentniß der Handwerke, Fabriken und Manufacturen : vornehmlich derer, die mit der Landwirthschaft, Polizey und Cameralwissenschaft in nächster Verbindnung stehn ; nebst Beyträgen zur Kunstgeschichte
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Zehnter Abschnitt.

re, Wasser und Erde bestehen, und daß diesenBestandtheilen fixe Luft und, wenigstensgleich nach dem Auspressen, viel schleim bey-gemischt sey. Die Rcrnzigkeit hat mandurch die Entwickelung der Saure, welchesich auch dabey unleugbar äußert, erklärt.Aber nach der antiphlogistischcn Ebemie be-steh» die Oehle nur aus Kohlenstoff (csrbo-ne) und Wasserstoff (hz-cho^eue), und diefetten Oehle unterscheiden sich von den äthe-rischen nur dadurch, daß sie einen grössernAntheil Kohlenstoff und eine geringere Men-ge Wasserstoff enthalten. Ranzig werdensie, nach dieser Meynung, indem sie, wennsie der freyen Luft und Wärme ausgesetztsind, aus der atmosphärischen Luft so vielSauerstoff (ox^ßLne) anziehen, daß dadurchdiejenige Säure entsteht, welche den schar-fen, beitzenden Geschmack macht; so wiedas dabey zugleich entwickelte gekohlte Was-serstoffgaö den unangenehmen Geruch verur-sacht. Nach Hrn. Sirtanners Chemie ist dasgekohlte Wasserstoffgas eigentlich ein fettesOehl in Gaögestalt.

z. Wenn die Oehle ranzicht werden, wer-den sie zugleich dünner, flüssiger, vermeh-ren die Zähigkeit, geben im Brennen weni-ger Rauch, werden zum Theil in Weingeistauflöslich, und nähern sich also den wesent-lichen Oehlcn. So werden sie zum Genusseungeschickter, zu manchen Absichten aberauch bequemer; z. B. zur Bearbeitung derWolle, zum Beschmieren der Metalle u. d.

4. Wenn Oehle bey einer Hitze, die den Graddeß siedenden Wassers übersteigt, de-stilliret werden, so werden sie, durch die av-

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