Brameweindrennerey. §. is. ,6. 207
I. Es ist dcr Mühe nicht werth, hier die ver-führerischen Namen zu erzählen, die mandiesen gefährlichen Getränken zu gebenpflegt,zumal da täglich neue entstchn. Einige un-ter den so genanten feinen Liqucurs, beste-hen nur aus einem gefärbten, mit einige»Pflanzensaften vermischten, gezuckerten, al-ten Wein.
§. is-
Am besten wird der Brantewein in kal-ten dichten Kellern, in schon gebrauchten Ton-nen, die man entweder mir etwas angefeuch-tetem Sande beschüttet, oder oft mit einemnassen Schwämme überwischr, und voll er-halt, aufbewahrt.
§. 16.
Ausser dem Weine kan man auch Buch-weihen, MayS, Pflaumen, Kirschen, Aepfel,und noch verschiedene andere Früchte zu glei-chem Gebrauche anwenden; jedoch erhältman nicht von allen, Bramewein in gleicherMenge und Güte.
i. Aus Buchwcitzen oder Heidekorn brennetman in Obcrschlesien, in der Gegend umOppcln, auch in Liefland und Polen einensehr guten Brantewein. Mayö oder türki-scher Weihen, den man wie Getreide mal-zet, wird dazu in Nordamerika angewendet,so wie auch in Siebenbürgen, wo die Bren«nerey ein Gewerb der Juden ist, denen man