Bierbrauerey,. §. 12. 171
alsdann in die Srellbürte oder den Gähr-bottirh gethan, und daselbst durch hinrei-chende frische Hafen zum gehörigen Gradsder Gährung gebracht.
1. In den hiesigen beyden Brauhäusern ge-schieht daö Abkühlen in 6y bis 70 kupfernenunverzinten Kesseln, welche mit der Zeit ei-nen erdichten Uebcrzug erhalten, der sich inSalpetersauer nicht auflöset. Man hat auchhier die Einrichtung, daß man die Kessel aufdie Erde stellen, und das Zimmer bis anden Rand der Kessel, unter Wasser setzen kan.Die Weißbierbrauer, denen an einer schnel-len Abkühlung noch mehr gelegen ist, pfle-gen, zu dieser Absicht, die Würze in eingrosses flaches hölzernes Gefäß, welchesRühlfaß, Rühlschof, Kühlschiff, genantwird, durch tragbare Pumpen zu bringen.
2. Weil bey der Gährung sehr viel auf denGrad der Wärme ankömt, so würde esnicht überflüssig seyn, sich dabey des Ther-mometers zu bedienen. Man giebt 20 bis28 Grad Reaum. für die vortheilhaftesteWarme an, aber sie muß wohl nach derWitterung verschieden seyn.
Z. Die Fermente haben bereits diejenige in-nere Bewegung, oder den Grad der Gäh-rung, den man in dem gleichartigen flüssi-gen Körper erregen will; oder sie müssenwenigstens eine grosse Geneigtheit zum Gäh-ren haben. Die Häfen sind keincswegesein unreiner Auswurf der gährenden Ma-terien. Sie sind weniger tauglich, wenn sieschon eine Zeitlang der freyen Luft ausge-setzt gewesen sind. Nach Henry's Lersu,
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