Papiermacherey. §.14. 157
Leins, Lrotslaria junces, und verarbeitet siezu Seilen, Netzen, Packtuch, und zuletzt zuPapier. Die zerstückten, gewaschenen undeingeweichten Lumpen, werden 8 Tage ineiner Lauge von Kalkwasser und minerali-schem Alkali gelassen. Nachher werden siegestampft; der Halbzeug wird an der Son-ne gebleicht, noch einmal eingeweicht und wie«derum gestampft. Ucbrigcns schöpft mandie Bogen wie in Europa. In Persien wirdauö baumwollenen Lumpen Papier gemacht,dieses mit einer Glaskugel geglättet, und,damit die dort gebräuchliche Dinte destobesser darauf flieste, mit einer Seife? über«strichen. Bon dem Unterschiede des Baum-wollen - und Leinenpapiers s. waarenkün,de> I. L>. 58. In Frankreich soll man da,wo starke Seidenraupenzucht ist, den Bastder weissen Maulbeerbäume zu Papier nu-tzen. In Malabar schreibt man auf Blät-ter der Palme, Lor^phg vmlirgculikers, undzwar mit einem spitzen eisernen Griffel, derdas Oberhäutchen ritzet. Nachher werdendie Bläser m^ einem Oehlc? übechkrichen,welches in die geritzten Züge eindringt, undsolche unauslöschlich schwarz macht. So istdie telugische oder warugische Bibel geschrie-ben, welche auf hiesiger Universitäts-Biblio-thek vorhanden ist, und aus 5??ü Blätternoder 45 Lagen bestcht. Es ist eben dasje-nige Exemplar, was Baumgarten in Nach-richten von merkwürdigen Büchern, IXS. 288 beschrieben bat, aus dessen Auctiones erkauft ist. Bon diesem seltenen Werkesind in Europa nicht mehr Exemplarien, alsnur noch in Kopenhagen und im Waisenhau«se zu Halle vorhanden.
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