Druckschrift 
Anleitung zur Technologie oder zur Kentniß der Handwerke, Fabriken und Manufacturen : vornehmlich derer, die mit der Landwirthschaft, Polizey und Cameralwissenschaft in nächster Verbindnung stehn ; nebst Beyträgen zur Kunstgeschichte
Entstehung
Seite
142
Einzelbild herunterladen
 

142

Fünfter Abschnitt.

§- Z-

Die zerstückten Lumpen werden ins Ge-schirr, oder in die Stampfmühle, gebracht.Die Theile der Mühle sind: das Wasserrad;die Daumwelle; die mit Eisen beschlagenenStampfen oder Hämmer, welche mit ihrenSchwingen in den Hinterstauden, Hinter-ständern, hängen, und zwischen den Vor-der standen niederfallen; der Löcherbaum,gemeiniglich mit fünf, sechs bis zehn Löchern.Jedes Loch hat eine eiserne Platte zum Bo-den ; in jedes Loch fallen drey oder vier Ham-mer. Eine Rinne leitet Wasser in den Lö-cherbaum, welches durch das Sieb (oderden Ras) wieder ablauft.

i. Die Papiermühlen können auch vom Windegetrieben werden, dergleichen eine bey Ham-burg, keine im Hannoverischen ist. In Hol-land sind die meisten, Windmühlen.

L. Ost entschuldigt der teutsche Papiermacherseine schlechte Waare mit der schlechten Be-schaffenheit des Wassers; so wie die Pfu-scher unter den Brauern und Färbern.Gleichwohl macht der Holländer das bestePapier, und hat das schlechteste Wasser;aber er leitet es durch verschiedene Gänge,damit es den Unrat absetze, und er fil-trirt es.

§- 4 -