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Anleitung zur Technologie oder zur Kentniß der Handwerke, Fabriken und Manufacturen : vornehmlich derer, die mit der Landwirthschaft, Polizey und Cameralwissenschaft in nächster Verbindnung stehn ; nebst Beyträgen zur Kunstgeschichte
Entstehung
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IH2

Fünfter Abschnitt.

Todten in Leinen zu kleiden, jährlich wenig»stcns 200,200 Pfund Lumpen.

§. 2 .

Die Lumpen werden sortirt, zerstückt,eingeweicht, und zu einem schwachen Gradeder Faulung gebracht.

i. Das Zerstückcn geschah ehemals von Arbei-tern mit einem Hackmesser auf einem Blo-cke. In Frankreich und England hat manein Messer auf einem Tische senkrecht befe-stigt; man fasset die schon angefaulten Lum-pen mit beyden Händen hinter dem Messer,und zerschneidet sie an demselben. Aber inTeutfchland hat man seit dem ersten Vier-tel des jetzigen Jahrhunderts ein weit künst-licheres, bequemeres und geschwinderes Mit-tel, nämlich den Llimpcnschncidcr, einDchneidewcrk, was vom Wasser getriebenwird. Die Lumpen werden aus einem vor-wärts geneigten Kasten, aus der Haderlade,durch eine gefurchte, oder auch mit Schie-nen besetzte Walze, allmälig auf einen Blockvor der Lade herausgeschoben. Auf demBlocke ist ein Messer dergestalt befestigt, daßdie Schneide aufwärts steht. Ein Hackmes-ser wird durch eine Zichstange, durch Hülfeeines krummen Zapfens, an jenem heraufund herunter gezogen, so daß beyde Messer,wie an der Schere oder Hepellade, die HarLern zerschneiden. Dieses artige Werkzeug,welches auch zugleich von Staub und Unratsäubert, scheint, wie die ihr ähnliche Hepel-lade, eine teutsche Erfindung zu seyn, undes ist, eben wie letztere, erst seit wenigen Jah-ren,