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Anleitung zur Technologie oder zur Kentniß der Handwerke, Fabriken und Manufacturen : vornehmlich derer, die mit der Landwirthschaft, Polizey und Cameralwissenschaft in nächster Verbindnung stehn ; nebst Beyträgen zur Kunstgeschichte
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Vierter Abschnitt.

76222 Thäler, und das ganze Land dreyTonnen Goldes. Jährlich thaten Wendenaus Lausitz Wanderungen nach Thüringen,um bey der Waidardeit zu helfen, etwa sowie jetzt Osnabrüggische Bauren zum Torf-stechen nach Holland gehen. Die letzte Zu-richtung des gewonnenen und geballtenWaids, war ein Stadtgewerb, und ward,so wie der Handel mit dieser Waare, vor-nehmlich in Erfurt, Eotha, Langensalze,Landstadt und Arnstadt getrieben, welcheOcrter die fünf watdhandelsstädte genantwurden. Die Stadt Görlitz hatte schonim zwölften Jahrhunderte die Stapclge-rcchtigkeit auf den aus Thüringen kommen-den Waid, und Zittau erhielt eben dieseGerechtigkeit im igtcn Jahrhunderte. Aberin der Mitte des löten ward der Indizdurch Holländer aus Ostindien gebracht,der jedoch vornehmlich erst im Anfange desI7ten allgemein betaut ward. Durch ihnward der Waid verdrängt, theils weil je-ner anfänglich wohlfeiler war, theils weiler angenehmere Farben gab, theils weilder Waid durch Nachlässigkeit und Betrugallmälig an Güte abnahm. Sachsen ver-both den Gebrauch des JndigS im Jahre16Z0, und damals ward er zum erstenmalin einem landesherlichen Befehle genant.Durch einen kaiserlichen Befehl ward erim Jahre 1654 zu denjenigen schädlichenFarben gerechnet, die unter dem Namen derfrefsendenFarbe, oder der Leufclo färbe, beyStrafe an Glich, Ehre und Verlust der Waa-re, schon in den Jahren 7577, 1594 - 162zim teutschen Reiche verbothen waren. Manrechnete dahin Vitriol, Galläpfel, Sumach,auch Blattholz. Sachsen, welches durch den

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