irr ^Vierter Abschnitt.
niger Pigmente insbesondere, sondern sie ent»steht, wenn die Färbethcile in die kleinstenAwischcnräume des Körpers eindringen, indenselben gerinnen, und sich mit den Be-standtheilen desselben, weil sie ihnen ähnlichgemacht sind, innigst vereinigen. Also machtder schwer auflösliche vitriolisirte Weinsteinund das adstringircnde Wesen, nicht allemal,und nicht einmal vornehmlich, die Festigkeitder Farbe, wie Hellst behauptete. Also isteine Farbe, die ächt auf Wolle ist, es nichtauch desfalö auf Seide, Leinen und Baum-wolle. Also sind Versuche mit Materia-lien, von denen wir nur noch unachte Far-ben zu erhalten wissen, nicht unnütz; viel-mehr muß man von Versuchen eine Anwei-sung, ächt damit zu färben, erwarten.
2. Die Festigkeit der Farben hat ihre Grän-zen ; einige leiden Sauren und Seife, undverschieße» gleichwohl an der Luft. Alsogiebt es auch keine allgemeine Proben derAcchthcit, sondern besondere für die schwar-ze, besondere für Scharlach u. s. w. Demneuesten Vorschlage, die Güte und Dauer-haftigkeit der Farben durch die dephlogistisir«te Salzsäure (Salzgeist, der über Braunsteinabgezogen und mit vielem Wasser verdünnetist) zu untersuchen, trauet doch selbst Bcr-tlisllet nicht ganz, der die Anweisung dazuin seiner Färbekunst I. S. 182. gelehrt hat.Die sicherste Untersuchung bleibt immer nochdie Aussetzung an der freyen Luft.
z. Gemeiniglich eignen sich' die Franzosen dieBestimmung dieses Unterschieds der Farbenzu, den sie durch die Wörter: teinäre en
xranä leint, en bon leint, und teinäre en xe-
lit.