Druckschrift 
Anleitung zur Technologie oder zur Kentniß der Handwerke, Fabriken und Manufacturen : vornehmlich derer, die mit der Landwirthschaft, Polizey und Cameralwissenschaft in nächster Verbindnung stehn ; nebst Beyträgen zur Kunstgeschichte
Entstehung
Seite
65
Einzelbild herunterladen
 

Wollenweberey. §. 14. 6;

einigen französischen Manufakturen gebräuch-lich seyn soll. Die Hauptsache besteht in demSchützen, den man deswegen la navetts sn-tzloil'e nennet. Inzwischen versichert manjetzt, dast sie nicht so viel nutze, als man an-fänglich gehest habe.

§- l4-

Das Ausscheren, Aufbäumen, oderAnfziehn der Kette auf den Weberbaum, ge-schieht durch Hülse des (Desners, eines Kam-mes, dessen oberer Rand sich abnehmen läßt,und der wenigstens so viele hölzerne Zähnehaben muß, als halbe Gänge in der Kettesind, weil zwischen zween Zähnen ein halberGang gelegt wird, um die Kette in ihrerBreite zu ordnen. Die Gelese werden miteiner durch die Kreuze der Kettenfäden ge-steckten Ruthe, Leseruthe, gerrennet. Je-der Kettenfaden wird durch einen Ring oderein Aug des Geschirres gezogen, und zwarwechselöweise ein Faden des ObersprungS(des Obergeleses) durch ein Aug des erstenKammes, ein Faden des Untersprungs durchdas Aug des andern Kammes. Wenn dieganze Kette auf diese Art eingereihet ist, wer-den je zween Fäden, einer vom Ober-derandere vom Untersprunge, durch die Zwischen«räume zweyer Rietstifte oder geplätteterDratstifte, im Blatte der Lade, gezogen.^Die Enden aller durchgezogenen Fäden bin-E der