So
Erster Abschnitt.
§.
Um so viele Fäden parallel neben einan-der zu legen, als die Kette oder die Breitedes Tuchs haben soll; und um diese Fadendergestalt zu ordnen, daß sie beym Weben,durch das Treten der Schemel, einer um denandern, wechselsweise herauf und heruntergebracht werden können, faßt man die Fadenvon den verschiedenen Spuhlen, die mit ih-ren Spindeln in zwoen Reihen auf derScherlaccr stehn, zusammen, kreuzet sie, win-det sie um den Scherramen so oft rechtsund links, als die Breite und fange desTuchs es verlangt, und knüpfet alsdann,durch die Kreuzung der Gelese, Schnüre.Nach dem Scheren zieht man die Kette schleirfenweise in einander, wodurch sie das An-setzn, und davon den Namen der Kette be-kämt.
i. Die Scherlatte ist eine Bank mit zweensenkrechten Pfeilern, die zwey horizontaleBretter übereinander tragen, auf welchen dieSpuhlen ober pfeiffen mit ihren Spindeln,in Löcher, zum Abscheren gesteckt werden.In einigen Gegenden sagt man Spuhlenoder Rnöpfe, wenn auf einem zweymänni-gen, und pfeiffen, wenn auf einem einman-nigcn Stuhle gewebt wird. In einigen Schau«ordnnngcn hat man zwo Spuhlen eine pfeif-fe genant; wo also 12 Pfeiffen geschorenwerden sollen, da müssen 24 Spuhlen aufderScherlatte stecken. Einige unserer Tuchma-cher