54
Elster Abschnitt.
tet und biegsamer gemacht worden, gekrac-zer, gekrempelt, geschrubbelr oder kar-detscher; das ist, sie wird mit eisernen Za-cken oder Haken, welche, nach Art der He-cheln, in verschiedenen Reihen, durch einauf einem Brette befestigtes Leder, gezogensind, auseinander gezogen, wodurch die Fa-sern, zur Erleichterung des Spinnens, nochmehr gelrennel, die kürzern geschieden, dielänger» gemischt und, zum künftigen Filz,krauser gemacht werden.
I. Nach der Absicht der Arbeit und Verschie-denheit der Wolle, müssen die Brempclnverschiedentlich eingerichtet seyn, und mehroder weniger, gröbere oder feinere, län-gere oder kürzere, mebr oder weniger ge-bogene Zähne haben. Sie erhalten darnachverschiedene Namen, die doch nicht an allenOrte» einerley sind; z. B. i. Reiß undDreehkämme, Rrempcln; 2. Schrobelnoder Schrubbeln, Rrayen. Z. Bardet-schen. 4. Bnicstrcichcn. Man pflegt sieauch wohl nach der Anzahl der Zahne zu be-nennen ; z. B. einige heißen Sechoziyer, an-dere Siebenzigcr. Die eine Krempel ist aufdem Rosse, über dem Rrempclkasten, be-festigt, die andere halt der Arbeiter in derHand. Die feinsten sind die Knicsireichen,deren eine der Arbeiter über dem linken Kniefest halt. Neue Krempeln werden vorher mitFlockwolle ausgefüttert. Mit den Krat-zen wird die Wolle zu viereckigen Blattern,mit den Knicsireichen zu spindelförmigen Flä-chen,