10 Einleitung. §. 6. 7.
„issen durch die Handwerker aus Italien,als durch die Petits Maitres aus Frankreichgehohlet worden.
§- 6.
Um den Meistern Gesellen, und denwandernden Gesellen Arbeit zu verschaffen,geschieht das Umschauen durch den Altgesel-len. Der, welcher Meister werden will,muß erst seine Geschicklichkeit durch ein Mei-sterstück beweisen.
1. Bey Erwerbung der Meisterschaft hat manebenfalls ein theils lächerliches, theils schmerz-haftes Ceremonie! eingeführt, welches zumTheil von der römischen Manumisfion, zumTheil von den Gebräuchen der Geistlichkeit,zum Theil von den Schulen der alten Philo-sophen entlehnt worden. Dieses Hänselnsolte vielleicht Gesellen abschrecken, und dieAnzahl der Meister mässigen, oder es solteGelegenheit zum Schmause geben, oder essolte den Gilden etwas von dem Ehrwürdi-gen der Orden verleihen. Friedr. Frisius Ce-remonie! der Handwerker. Leipz. 1712-1734 - 8 .
2. Auch unter den Meistern ist der Unterschiedzwischen Iungmeister, Altmeister, undGildemeifter angenommen worden.
§- 7 -
An einigen Orten sind einige Handwer-ke auf eine gewisse Anzahl Meister einge-schränkt.