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2 (1794)
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kleine Schriften. 529

konnten, meines Bcdünkens, dieser Nothhnlfe ent-behren, die in ihnen mehr Unordnung verursache,als Annehmlichkeit erzeugt haben würde. Schwer-lich wird jemand, der sie von Jakob Oswaldans seiner Violine spielen Horen, mir dicß abstreitenwollen. -Mehr als einmahl sah ich, wie seinen Zu-hörern Frendcnthranen in die Angen traten. Ja,ich bin überzeugt, er würde durch seinen Vortragvon dergleichen Arien noch weit entzückenderes

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ländischen Sprachen, das so feine, empfindliche undin der Kunst geübte griechische Qbr diese so empfind-samen und wollüstigen Völker nie ans unsere Harmo--,nie gebracht haben; daß die Musik, ohne sie, sonst sowunderbare und jetzt, mit ihr, nur so schwache Wir-kungen hervcrbrmgt; daß es endlich nordischen Völ-kern, deren gröbere und rohe Organen mehr von demGeräusch und der Stärke der Stimmen, als von derAnnehmlichkeit der Aeeente und den lieblichen Wen-dungcn der Melodie gerührt werden, Vorbehalten blieb,diese große Entdeckung zu machen, und sie als Richt-schiilir aller Regeln der Kunst aufzustellenbedenktman alles das, so kann man sich der Vcrmuthnngnicht erwehren, unsere ganze Harmonie sey nichts,als eine gvthische und barbarische Erfindung, die unsnie in den Sinn gekommen wäre, wen» wir für wirk-licbe Kunstschvnkeit und natürliche Musik mehr Em-pfänglichkeit gehabt hätten."