kleine Schriften. 2ar
treffliche Einrichtung; sagt ihr. — Warum aber,frage ich 5 eine so unbillige Auflage? Warum sollenwir Landwirthe sie allein tragen? Ist die Sachewirklich so vortrefflich; cp nun, meine Herren, sonehmt auch Lhcil daran, und entschädigt uns we-nigstens in etwas aus dem öffentlichen Schatze.Gutes thun, bringt so wohl Ehre als Vergnügen,und der Weg zu bcyden steht euch offen.
Ich kann mich aber von der Güte der Sachenicht recht überzeugen. So geneigt ich bin, denArmen gutes zu thun, so wenig kann ich eure Mit-tel hierzu billigen. Das beste Mittel, Armen wohlzu thun, ist meiner Meinung nach nicht das, ihnendie Armuth angenehm zu machen, sondern, ihnenherauszuhclfen. Ich bin in meinen jünger» Jah-ren viel gereist, und habe in mchrcrn Landern be-merkt, daß die Armen da, wo am meisten fürstegesorgt wurde, am wenigsten für sich selbst sorgten,und so immer armer wurden. Je weniger hinge-gen anderwärts für sie gethan wurde, desto mehrrhatcn sie für sich, und desto wohlhabender wurdensie. In keinem Lande in der Welt gibt es sovielAnstalten für die Armuth, als in England. Nir-
N 5 geud